Einvernehmliche Scheidung

einvernehmliche scheidung header online scheidungDie einvernehmliche Scheidung bietet die Möglichkeit, sich besonders einfach, schnell und kostengünstig mittels der sogenannten „Online Scheidung“ scheiden zu lassen.

Mit einer einvernehmlichen Scheidung sparen Sie tatsächlich viel Geld, Zeit und Nerven.

Voraussetzungen:

Von einer einvernehmlichen Scheidung spricht man, wenn sich die Ehegatten über die wesentlichen Punkte im Rahmen des Scheidungsverfahrens einig sind:

  • Das Trennungsjahr ist abgelaufen
  • Kein Streit über Unterhalt, Vermögen, Hausrat, Ehewohnung, Sorge- und Umgangsrecht

Für eine einvernehmliche Scheidung müssen also die allgemeinen Scheidungsvoraussetzungen vorliegen. Kernvoraussetzung ist, dass das sogenannte Trennungsjahr abgelaufen ist. Hierbei gilt das Prinzip der Trennung von Tisch und Bett. Dazu muss entweder einer der Ehegatten aus der gemeinsamen Ehewohnung ausziehen oder die Ehegatten müssen in räumlich abgetrennten Bereichen der ehelichen Wohnung leben. Hierbei ist es wichtig und es muss deutlich erkennbar sein, dass jeder Ehegatte seinen Alltag für sich selbst regelt, also getrennte Schlafzimmer vorhanden sind, für sich allein einkauft, kocht, wäscht, bügelt, usw..

Hinweis: Für eine einvernehmliche Scheidung ist es jedoch nicht erforderlich, dass eine schriftliche Scheidungsfolgenvereinbarung geschlossen wurde oder geschlossen werden soll!

Die einvernehmliche Scheidung mit nur einem Anwalt – Geld sparen!

Die einvernehmliche Scheidung kann erheblich günstiger als die streitige Scheidung sein. Der Ausgangspunkt für die Berechnung der Scheidungskosten ist der sogenannte Gegenstandswert. Dieser ergibt sich aus der Summe der Nettoeinkommen beider Ehegatten der letzten drei Monate. Die Summe dient dann als Grundlage, um in den entsprechenden Tabellen die Gerichtskosten und Rechtsanwaltsgebühren bestimmen zu können.

Streiten Sie sich vor Gericht über z.B. über Unterhalt, Vermögen usw., so können die Kosten für die Scheidung schnell um einige Tausend Euro höher ausfallen.

Wichtig zu wissen: Bei der einvernehmlichen Scheidung ist es auch nicht erforderlich, dass beide Ehegatte anwaltlich vertreten sind. Es reicht also aus, wenn eine Partei einen Rechtsanwalt beauftragt, der den Scheidungsantrag stellt und der andere Ehegatte diesem lediglich zustimmt. Es genügt also ein Rechtsanwalt für eine einvernehmliche Scheidung! Daher entfallen die Kosten für den zweiten Rechtsanwalt und die Scheidungskosten lassen sich erheblich reduzieren.

Die Kosten für den benötigten Rechtsanwalt können sich die Ehegatten dann auf Wunsch auch problemlos untereinander aufteilen. Eine solche Vereinbarung finden Sie in meinem Downloadbereich.

Kostenlose Scheidung: Hat einer der Ehegatten aufgrund seines geringen Einkommens gar Anspruch auf Verfahrenskostenhilfe,  so können sogar die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten gänzlich entfallen! Gerne stelle ich für Sie kostenfrei einen solchen Antrag auf Verfahrenskostenhilfe. 

Die einvernehmliche Scheidung – Zeit sparen!

Neben der Kostenersparnis, kann eine „einvernehmliche Scheidung“ auch erheblich schneller durchgeführt werden. Sind sich die Parteien über die wesentlichen Punkte der Scheidung einig, bedarf es keines langwierigen Prozesses um Hintergründe zu erforschen und vermeintliche gegenseitige Ansprüche aufzuklären.

Eine Scheidung ist für die meisten Menschen keine einfache Angelegenheit. Aber gerade deshalb wird teilweise besonders emotional gestritten. Viele Streitigkeiten sind bei einer nüchternen, an objektiven und wirtschaftlichen Aspekten orientierten Betrachtungsweise vermeidbar. Einigen sich die Ehegatten über die wesentlichen Punkte und lassen sich einvernehmlich scheiden, lässt sich Kraft für den Neuanfang sparen.

Gerade wenn Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind, ist es aus Rücksicht auf diese besonders ratsam, die Scheidung friedlich durchzuführen.

Für wen die einvernehmliche Scheidung nicht in Betracht kommt

Auch wenn die Scheidungen zum sehr großen Teil einvernehmlich durchgeführt werden können, so gibt es immer wieder Umstände die dazu führen, dass widerstreitende Interessen und Ansprüche einer gerichtlichen Klärung bedürfen.

Ein Anwalt kann zwar beide Ehegatten über rechtliche Strukturen und Abläufe informieren. Er vertritt aber immer nur der Interessenvertreter eine Seite und kann letztlich auch nur diese Seite rechtlich beraten. Sollte es im Laufe des Verfahrens also doch zum Streit unter den Eheleuten kommen, sollte der zunächst nicht anwaltlich vertretene Ehegatte unter Umständen ebenfalls einen Rechtsanwalt aufsuchen und sich zumindest rechtlich beraten lassen..