Ratgeber Scheidungskosten sparen – Wichtige Tipps zur Reduzierung der Scheidungskosten


Eine Ehescheidung ist meist mit vielen Unannehmlichkeiten verbunden. Neben vielen, leider unvermeidlichen belastenden Nebeneffekten entstehen oft auch unnötig hohe Scheidungskosten.

Wie Sie Ihre Scheidungskosten reduzieren können haben wir für Sie in einigen kurzen aber wirksamen Ratschlägen zusammengefasst. Nicht jeder der Tipps wird auf Sie zutreffen – Sie sollten jedoch so viele Spartipps wie möglich beherzigen, um möglichst viel an den Scheidungskosten einzusparen.

  1. Nicht unnötig streiten! Jeder offene Streitpunkt ist teuer!
    Oft ist es, für zur Scheidung entschiedene Paare, nicht leicht miteinander zu sprechen. Umso schwerer ist es dementsprechend, sich gütlich zu einigen. Dennoch sollten Sie im beiderseitigen wirtschaftlichen Interesse versuchen, möglichst eine einvernehmliche Regelung herbeizuführen.
    Streitwert senken! Der Streit- oder auch Gegenstandswert ist die Berechnungsgrundlage für Gerichts- und Anwaltskosten!
    Es gibt viele Möglichkeiten den Streitwert zu senken. In einer außergerichtlichen, notariellen Scheidungsfolgevereinbarung, können Sie fast alle rechtlich relevanten Absprachen bezüglich Ihrer Ehescheidung festlegen.
  2. Strittige Punkte klären -  Jeder vor Gericht zu klärende Streitpunkt verursacht zusätzliche Kosten.
    Ziehen Sie bei strittigen Punkten Teileinigungen in Betracht.
  3. Hausrat und Kindesunterhalt
    Für die Festlegung darüber, wie der gemeinsame Hausrat nach der Trennung und Scheidung aufgeteilt werden soll, reicht eine private, schriftliche und von beiden Ehegatten unterzeichnete Vereinbarung völlig aus. Ebenfalls kostenlos ist die Ausfertigung eines Titels über die Verpflichtung zur Zahlung des Kindesunterhaltes möglich. Ihr zuständiges Jugendamt ist in der Lage diesen Titel kostenfrei für Sie zu erstellen.
  4. Ein Anwalt – halbe Anwaltskosten
    Unter der Bedingung, dass alle strittigen Punkte beseitigt sind und die Scheidung einvernehmlich ist, kann eine der beiden Parteien im Scheidungsverfahren auf anwaltlichen Beistand verzichten. Sie sollten dieses Vorgehen jedoch nur dann in Erwägung ziehen, wenn die Scheidung einvernehmlich erfolgt und Ihre rechtlichen Ansprüche hierdurch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
  5. Die Wahl des Scheidungsanwaltes
    Obwohl natürlich die Berechnung für Anwaltskosten und Gerichtskosten gesetzlich geregelt ist, hat ihr Scheidungsanwalt natürlich dennoch Spielräume und Möglichkeiten im außergerichtlichen aber auch im gerichtlichen Verfahren Kosten zu reduzieren. Die Frage ist, ob er diese Möglichkeiten in Ihrem Interesse auch wirklich konsequent nutzt.
  6. Online Scheidung – kostengünstig und schnell
    Sollte für Sie eine Online-Scheidung in Frage kommen, kann diese moderne Art einen Scheidungsanwalt zu beauftragen Ihre Scheidungskosten und Ihren Zeitaufwand nicht unerheblich verringern.
    Informieren Sie sich über :
  7. Scheidungskosten von der Steuer absetzen / steuerlich geltend machen
    In vielen Fällen können Mandanten ihre Scheidungskosten von den Steuern absetzen.
    Befragen Sie zu dem Thema ihren Steuerberater!
  8. Reduzierung der Gerichtskosten durch Rechtsmittelverzicht
    Da bei einer Scheidung in den allermeisten Fällen keine der beiden Parteien beabsichtigt das Scheidungsurteil anzufechten, kann durch den Verzicht auf Rechtsmittel das Urteil sofort rechtskräftig werden. Zudem können in vielen Fällen durch den Verzicht auf die Darstellung von Tatbestand und Entscheidungsgründen im schriftlichen Urteil Gerichtskosten gesenkt werden.

Weitere Tipps Sparen bei einer Scheidung werde ich hier regelmäßig einstellen.